26.09.05Auslaufmodell Styleswitcher

Etwas krautiges

CSS-Styleswitcher sind eine Methode, Websites ein alternatives Aussehen zu verleihen. Dazu werden verschiedene Stylesheets angeboten, die per Link aktiviert werden können, um das Erscheinungsbild einer Website per Knopfdruck zu verändern. D.h. das Aussehen der Seite wird relativ unkompliziert über entsprechende Änderungen am CSS angepasst. Die Umsetzung erfolgt abhängig von einer zu verwendeten Skriptsprache wie etwa PHP mehr oder weniger aufwendig. Oft werden sie auch im Zusammenhang mit der Zugänglichkeit von Websites in Verbindung gebracht. In den meisten Fällen könnte man sich die Arbeit eigentlich sparen.

Worauf werden Styleswitcher häufig angesetzt und was macht wirklich Sinn?

Diese Frage habe ich mir bei der Neuauflage der Website gestellt.

Schriftgrößen

Wichtig ist die freie Skalierbarkeit von Schriftgrößen auf Websites. Man achtet darauf, flexible Einheiten wie EM oder Prozent zu verwenden. Warum aber sollte man die Änderung der Schriftgröße per Extralink anbieten. Die Tastenkombination STRG+ bzw. STRG- tut es doch auch.

Oder gibt es doch einen Grund dafür, zur Vergrößerung/Verkleinerung der Schrift einen gesonderten Link anzubieten?

Seitenbreite

Hier geht es darum, die Seite z.B. in einer fixen Breite, alternativ dazu flexibel in der Breite anzubieten. Am sinnvollsten trifft man diese Entscheidung bei der Konzeption der Website. Entweder fix oder flexibel (am besten bis zu einer gewissen maximalen Grenze).

Kontrastreiche Versionen

Das scheint mir am meisten Sinn zu machen. Man bietet den Besuchern, vor allem jenen mit großen Sehproblemen, kontrastreichere Versionen an. In den meisten Fällen findet man Texte im Internet schwarz auf weiß vor. So sollte für ausreichend Kontrast gesorgt sein. Wichtig hierbei ist dann wiederum die Schriftgröße bzw. diese anpassen zu können. Dennoch bieten solche High-Contrast-Versionen - oft gelber Text auf schwarzem Hintergrund - für manche Menschen u.U. eine bessere Lesbarkeit.

Just for fun

Wer gute Designs entwirft und seinen Besuchern noch mehr Abwechslung bieten möchte, kann sich hierbei austoben.

Fazit

Wer gerne mit dem Design seiner Website experimentiert und nicht auf ein einheitlich konsistentes Erscheinungsbild seiner Website achten möchte/muss, sollte auf diese Feature nicht verzichten müssen. In Sachen Zugänglichkeit kann in den meisten Fällen schon beim Default-Design der Wesite das Nötige getan werden, indem man auf ausreichend Kontrast und angemessene skalierbare Schriftgrößen achtet.

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15 Antworten

  1. Nicolai am Sep 26, 2005 | Reply

    Gerade was die Schriftgröße angeht, hat sich noch nicht herumgesprochen, dass man diese auch ändern kann. Das weiß jeder Webdesigner, aber nicht jeder User.
    Insofern finde ich einen Switcher zum Ändern der Schriftgröße nicht grundsätzlich schlecht. Wer Strg+ kennt, nutzt die Tastenkombination. Wer es nicht kennt, freut sich über den Link.

  2. Knut K. am Sep 26, 2005 | Reply

    Hallo Björn,

    ich finde gerade der Webentwickler kann durch den Styleswitcher Argumente für sich und seine Arbeit sammeln, dadurch, dass man einfach zeigen kann wie mächtig CSS und das dazu passende Markup ist.

    Essentiell ist ein Styleswitcher nicht da stimm ich dir zu, man sollte nur versuchen seine Seite einem möglichst großen Publikum zugänglich zu machen und das geht dann schon eher in die Richtung Schriftgröße, Kontrast.

  3. macx am Sep 27, 2005 | Reply

    Styleswitcher sind keine Auslaufmodelle, wieso? Ich könnten meinen Lesern je nach Neigung ein verspieltes Default-Design anbieten mit allen grafischem Extras, was mir als Designer so einfällt. Für diejenigen, die meine Seite dazu nutzen, um schnell Informationen zu saugen, wäre ein schlichtes Design besser. Warum also kein Switch?

  4. Bertram Simon am Sep 27, 2005 | Reply

    Ich glaube, man kann Switcher aus Sicht des Users sinnvoll einsetzen. Wer einen bspw. hohe Monitor-Auflösung hat, freut sich über die Möglichkeit, zwischen festen und liquiden Layout umzuschalten. Genauso angenehm kann es für den Benutzer sein, das Menü auf die rechte Seite zu legen, externe Links zu kennzeichnen oder andere Goodies per Switch zu nutzen.

    Liebe Grüße

    Bertram

  5. Markus Stange am Sep 27, 2005 | Reply

    Ein Cookie-basierte Änderung der Schriftgröße hat drei Vorteile gegenüber der Strg-Taste:
    1. Die Schriftgröße bleibt auf dieser Seite “immer” (solange das Cookie lebt) geändert, und man muss nicht bei jedem neuen Zugriff auf die Seite neu drehen.
    2. Die Schriftgröße bleibt auch beibehalten, wenn man einzelne Seiten in neuen Tabs öffnet. In meinem Firefox startet sie (nach Strg-Änderung) im neuen Tab immer mit der Default-Größe.
    3. Bei der Cookie-Speicherung gilt die Schriftgrößen-Änderung nur für die ausgewählte Seite, und nicht für den Tab (man braucht also nicht zurückzudrehen, wenn man eine neue Seite im selben Tab öffnet).

  6. ram-online am Sep 27, 2005 | Reply

    hi,

    ich finde styleswitcher sehr praktisch um zu zeigen wie mächtig css ist. schriftgrösse verändern kann man in eigentlich jedem browser auch ohne eine andere css datei zu laden.. (firefox kann es sogar stufenlos). vielmehr würde ich es, ähnlich dem css zen garden, verwenden.

    gruss robert

  7. Björn am Sep 27, 2005 | Reply


    Styleswitcher sind keine Auslaufmodelle, wieso? Ich könnten meinen Lesern je nach Neigung ein verspieltes Default-Design anbieten mit allen grafischem Extras, was mir als Designer so einfällt.

    Das sehe ich genauso. Das bleibt ja jedem frei.

    Die Schriftgröße bleibt auf dieser Seite “immer” (solange das Cookie lebt) geändert, und man muss nicht bei jedem neuen Zugriff auf die Seite neu drehen.

    Das ist echt interessant. Darüber ist nachzudenken.

  8. Guido Zörner am Sep 28, 2005 | Reply

    Ich fand Styleswitcher in Webseiten schon immer prinzipiell problematisch. Weil: um den Schalter zu erreichen, muß die Seite bereits zugänglich sein. Das kann man aber u. u. nicht immer garantieren.

    Besser sind browserbasierte Lösungen, die über

  9. Jens Meiert am Sep 28, 2005 | Reply

    Gute Darstellung. Alternative Stylesheets - idealerweise ueber ein link-Element bereitgestellt! - fuer hoeheren Kontrast zu erlauben, scheint auch mir noch einer der wenigen sinnvollen Faelle zu sein, vielleicht noch kombiniert mit einer groesseren Standardschrift, im Internet Explorer kann schliesslich nur um zwei Stufen vergroessert werden.

    Andere Spielereien koennen im Bezug auf die Konsistenz abtraeglich sein, wenn sie das Layout nachhaltig veraendern.

  10. Gabi am Nov 19, 2005 | Reply

    Die Schriftgröße ist für mich auch kein Argument für den Styleswitcher, aber “Just for Fun” auf jeden Fall.

  11. Dirk am Nov 29, 2005 | Reply

    Den Einsatz von Styleswitchern sollte man sich generell gut überlegen denn Du hast recht, nur weil es geht ist es nicht gleich generell sinnvoll.

    Bewährt hat sich indessen das Argument ‘Kontrast’. Ich nutze dies in meinem Fotoblog. Bei Webseiten mit hauptsächlich visuellen Inhalten kann ein Styleswitcher sich durchaus als vorteilhaft erweisen.

  12. Björn am Nov 29, 2005 | Reply

    Gefällt mir sehr gut in Deinem Fotoblog. Genau das ist ein Paradebeispiel dafür, wo er ästhetisch am meisten Sinn macht. Die Stimmung der Bilder ist jenachdem ob hell oder dunkel jeweils eine ganz andere. Interessant wären noch weitere Farbkombinationen in diesem Zusammenhang.

  13. Fritz am Mai 3, 2006 | Reply

    ja - just for fun. Es tut nicht weh, vorausgesetzt, der voreingestellte Standard Style ist entsprechend zugänglich.

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