30.10.05Mobile Content

Die sehr ausführliche Serie Mobile Webdesign von Cameron Moll und die Artikel seines technischen Beraters Brian Fling geben einen sehr aufschlussreichen und interessanten Überblick zum Stand der Dinge im mobilen Webdesign. Sie lassen, wie bereits angemerkt, derzeit nur einen Schluss zu: Man muss sich Gedanken über den Einstieg zur Seite und geeignete Inhalte machen. Nur über die "richtigen" Inhalte für mobile Kleingeräte kann man zur Zeit zu einem relativ zufriedenstellenden Ergebnis kommen.

Eine Methode - wahrscheinlich die bekannteste - besteht in der Angabe alternativer Stylesheets. Die Zeile

<link rel="stylesheet" type="text/css"
href="PFAD ZUM STYLESHEET" media="handheld" />

liefert den Geräten ein gesondertes Stylesheet. Eine der von Cameron Moll diskutierten Methoden. Brian Fling rät generell davon ab. Stylesheets steuern die Präsentation der Inhalte, nicht die Inhalte selbst. Auch wenn ein Stylesheet erkannt und angewendet wird, bleibt der Quelltext der Seite der gleiche und wird heruntergeladen. So auch Bilder, die nicht angezeigt werden. Davon abgesehen, will man nicht wirklich alle Inhalte einer Website auf einem Miniaturdisplay betrachten. Fling nennt es auch Mobilisierung und nicht Miniaturisierung.

Es gilt zunächst die geeigneten Inhalte ausfindig zu machen und diese mobilgerecht aufzubereiten. Später, wenn die "Mobile Device Detection" mal besser funktioniert, kann diese genutzt werden, den Zugang für mobile Geräte weiter zu verbessern. Ein langer und scheinbar steiniger Weg.

Alles in allem dürfte die Serie von Cameron Moll, in Zusammenarbeit mit Brian Fling, für Ernüchterung gesorgt haben. Aber immerhin wird versucht etwas organisierter an den Problemberg heranzugehen. Eigentlich etwas spät, aber immer noch besser als gar nicht.

Welche und wieviele Inhalte dauerhaft für unterwegs interessant sein werden, kann natürlich nicht vorhergesagt werden. Fest steht: Ein Bedarf besteht und ein Blick "über den Teich" zeigt, wie das bei uns in ein zwei Jahren aussehen kann.

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